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Dorfladen Grambow - Ein Laden als neues Dorfzentrum

Förderrunde 1: 2013–2015

Vom Wirtschaftsministerium in den Tante-Emma-Laden: Paul Todt hatte nicht damit gerechnet, dass er mal Lebensmittel verkaufen, Brötchen belegen und Kaffee to go ausschenken würde. Doch dem Verwaltungsbeamten im Ruhestand macht die Freiwilligenarbeit Spaß: „Ich dachte, ich kenne die meisten Dorfbewohner. Aber es kommen immer mal wieder neue Gesichter vorbei.“ Todt ist Vereinsvorstand bei Unser Grambow e.V. Mit seinen Mitstreitern richtete er 2014 in einer ehemaligen Garage des Grambower Gemeindehauses einen Laden ein – das Dorf entschied gemeinsam über den Standort. Er ist die einzige Einkaufsmöglichkeit im Ort, was vor allem für die Älteren eine große Erleichterung ist. Im genossenschaftlich betriebenen Laden – viele Dorfbewohner haben Anteile gekauft – bekommen sie Zahnpasta, frisches Brot und Molkereiprodukte, Gemüse in Bioqualität, abgepackte Wurst. Dinge, für die sie sonst ins 10 Kilometer entfernte Schwerin fahren müssten. „Natürlich können wir preislich nicht mit den Discountern dort konkurrieren“, sagt Paul Todt. Dafür organisiert der Verein auch Kaffeenachmittage, Lesungen oder Grillfeste, die das Gemeinschaftsgefühl im Dorf stärken. Und das ist bekanntlich unbezahlbar.