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Knotenorte

Förderrunde 3: 2017–2019 | Neulandgewinner der Länder

Alles begann vor über fünfzehn Jahren, als der Natur- und Landschaftsführer mit Gästen auf der Peene unterwegs war und im Gespräch mit ihnen feststellte, dass ein Service für sie fehlte, etwa ein funktionierendes Netzwerk, das Auskunft darüber gab, wo und welche Angebote es für Touristen gibt, welche Unterkünfte, wo Rad- und Wanderwege sind, wer attraktive Kanutouren anbietet. Kurz: Das gesamte Potenzial einer landschaftlich reizvollen Region lag brach. Das musste geändert werden.

Also schlüpfte Frank Götz-Schlingmann 2011 unter das bereits bestehende Dach des Vereins „HOP – Transnationales Netzwerk Odermündung“ – und begann, sein Projekt „Knotenorte“ auszubauen. „Wir vernetzen hier Unternehmen, Gemeinden, Vereine, Landwirte und andere, um viele regionale Aktivitäten insbesondere für die Belebung des Tourismus zu initiieren und zu beflügeln“, sagt der Netzwerkkoordinator. „Das nutzt den Gästen und schließlich der Daseinsvorsorge und Lebensqualität aller vor Ort.“ Oder anders ausgedrückt: „Es entstehen wieder Orte, an denen geschnackelt wird.“

Dieses „Schnackeln“ ist der Kern seiner Arbeit. Menschen zusammenbringen, mit ihnen ins Gespräch kommen, Vertrauen aufbauen, die unterschiedlichen und oftmals sich widersprechenden Interessen herausarbeiten, Kompromisse finden – und diese schließlich umsetzen. Das ist nicht immer einfach.

Und das spricht sich herum. Heute wird er von Dörfern und kleinen Gemeinden angefragt, sie mit seiner langjährigen Erfahrung zu beraten und zu begleiten. Und so wächst das Netzwerk – und irgendwann soll es auch eine digitale Plattform geben, auf der alle Angebote und Aktivitäten an den Knotenorten für alle sichtbar sind. Welche das dann genau sein werden? Um es ganz einfach zu sagen: „Da wo ich mit meinem Boot anlege, mein Pferd anbinde, wo ich mich wohl fühle und Lust habe zu bleiben, wo ich mit Menschen zusammenkomme – all das sind Knotenorte.“