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Netzwerk Willkommen in Brandenburg

Förderrunde 3: 2017–2019 | Neulandgewinner der Länder, Brandenburg

Für Stephanie Auras geht es immer um Menschen und ihr Wohlergehen – und das nicht nur, wenn sie in der Cocktailbar ihrer Eltern Getränke mixt und Events organisiert. Oder wenn sie sich beim Verein „Generationen gehen gemeinsam“ (G3) für ein besseres Miteinander von jung, mittelalt und alt einsetzt. Kein Zweifel: Für die Projektassistentin und Social-Media-Managerin ist ihre Heimat Finsterwalde eine Stadt, in der man eine Menge bewegen und Spaß haben kann.

Kein Wunder also, dass sie sich nun für ihre Stadt im Süden Brandenburgs ins Zeug legt, die wie viele Gemeinden im Osten Deutschlands darunter leidet, dass die Menschen ihr den Rücken kehren: Waren es 1989 noch knapp 24.000, sind es heute nur noch 16.500 Einwohner. „Dem wollte ich etwas entgegen setzen“, sagt Stephanie Auras. 2012 gründete sie unter dem Dach des G3-Vereins die zivilgesellschaftliche Initiative „Comeback Elbe-Elster“. Wer in die alte Heimat zurückkehren will oder neu in die Stadt zieht, der bekommt dort Hilfe. „Egal ob die Leute nach Arbeit oder Wohnungen suchen, nach sozialem Anschluss oder Schulen für die Kinder – wir unterstützen sie dabei.“ Begonnen hat sie mit Gesprächen in Wohnzimmer und Cafés, seit Mitte 2016 hat die Initiative nun einen festen Ort im Herzen ihrer Stadt, wo sie im Verbund von 30 Rückkehrern und Daheimgebliebenen das Projekt nach vorne treibt.

Dass man für jede Art von Hilfe dankbar ist, hat sie selbst erfahren. Sie verließ die Heimat 2005 zum Studium in Hessen, ging nach New York – um schließlich nach vier Jahren wieder zurückzukommen. Und sie handelte. Die Willkommensagentur ist heute Grundstein für ihren noch größeren Plan: Ein Netzwerk von brandenburgischen Initiativen gründen, das gegen das demographische Ausbluten aus den Städten kämpft und für die Heimat wirbt. „Wir wollen gemeinsame Aktionen machen und gebündelt nach außen auftreten“, sagt Stephanie Auras. „Aber auch zusammen darüber nachdenken, wie wir uns finanziell unabhängig von Förderungen machen können.“

Zur Broschüre "Einfach heeme!"