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Wissenstausch - Die Baruther Bank

Förderrunde 1: 2013–2015 |  Denklabor

Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen, kann Puzzlearbeit sein. Die Baruther Bank ist das perfekte Symbol dafür: ein 5,50 Meter langes Möbel, montiert aus vielen ineinander verschachtelten Holzteilen. Die Idee dazu hatte der Künstler Karsten Wittke. Gemeinsam mit dem Kunstverein I-KU wollte er einen Ort schaffen, an dem die Baruther zusammensitzen und Dinge besprechen können. „Eine Bank ist ein vielseitiger Raum, eine Metapher für Begegnungen“, sagt Wittke. Die Stadt zog mit. Der Wettbewerb für den Entwurf wurde in Baruth viel diskutiert. Genau wie Wittkes Vorschlag, statt einer Manufaktur den in Baruth ansässigen Sägewerkkonzern einzubinden. „Solche Unternehmen agieren global, machen sich vor Ort aber oft rar“, sagt der Künstler. Das Sägewerk beauftragte seine Lehrlinge mit dem Bau, stellte seine Maschinen zur Verfügung. Am Ende entstanden vier Bänke. Eine große, auf der bis zu 40 Personen sitzen können. Und drei kleine. Die Bausätze der kleinen wurden an Dörfer in der Umgebung verschenkt und mit Hilfe der Bewohner zusammengesetzt. Die große Bank wurde 2013 vor dem Schloss den Bürgern übergeben und wandert seit dem durch die Stadt. Wird für Vorträge genutzt. Manchmal auch einfach nur zum Sitzen. Im Gespräch wird sie aber sicher noch lange bleiben.

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