Programmausschreibung
Förderrunde 5 (2021-2023) 

WILD ENTSCHLOSSEN

Mit dem Programm „Neulandgewinner. Zukunft erfinden vor Ort“ fördert die Robert Bosch Stiftung engagierte Menschen, die durch ihr Denken und ihr Tun den gesellschaftlichen Zusammenhalt in ländlichen Räumen Ostdeutschlands stärken. Wir begreifen diese Menschen als „mutige Akteure“ und unterstützen sie und ihre Vorhaben darin, ihre Vision von einem besseren Leben zu verwirklichen.

BewerbungsSCHLUSS! Wir haben unglaubliche 203 Projektideen erhalten! Wir sind begeistert und fangen direkt an zu lesen.

Ausschreibung Runde 4

Das Bewerbungsverfahren ist mehrstufig. Für die Online-Bewerbung genügen zunächst eine überzeugende Persönlichkeit und eine gute Konzeptskizze inklusive eines Kostenplans. Wenn Ihre Bewerbung überzeugt, wird Sie ein Auswahlgremium vor Ort besuchen und anschließend eine Vorauswahl aus allen besuchten Projekten treffen. Die Bewerber/innen der Vorauswahl stellen sich anschließend einer Jury vor, die die Neulandgewinner/innen auswählt.

Mehrstufiges Auswahlverfahren:

  1. Online-Bewerbung (Abgeschlossen!)
  2. Vor-Ort-Besuche ausgewählter Projekte (April - Mai 2020)
  3. Jurysitzung – Pitch potentieller Neulandgewinner/innen (15./ 16./ 17. Juli 2020)
  4. Erstellen eines Förderantrags (August - September 2020)
  5. Aufnahme ins Programm (ab Dezember 2020)

Projektförderung: Die Robert Bosch Stiftung stellt gemeinsam mit den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern rund 1 Mio. Euro für die Förderung von bis zu 20 Neulandgewinner-Projekten zur Verfügung. Die Projektförderung ist auf zwei Jahre (Januar 2021 bis Dezember 2022) angelegt.

Mentoring: Alle Programmteilnehmende erhalten ein individuelles Mentoring zur Entwicklung und Umsetzung ihres Vorhabens.

Qualifizierung: In insgesamt vier Werkstätten lernen Sie mit und von den anderen Neulandgewinnerinnen und Neulandgewinnern. Die Themen werden bedarfsorientiert ausgewählt. Zusätzlich finden Webinare zu Fachthemen statt.

Vernetzung: Innerhalb des Programmes werden verschiedene Vernetzungsformate zum Austausch untereinander, mit Neulandgewinnerinnen und Neulandgewinnern aus früheren Runden und mit relevanten Akteuren aus Politik und Verwaltung angeboten.

Sichtbarkeit: Flankierende Kommunikationsmaßnahmen schaffen Aufmerksamkeit für Ihre Idee.


Wir glauben an die Kraft des Einzelnen und wissen um die Stärke von Gemeinschaft. Deshalb suchen wir Persönlichkeiten, 

  • die verändern wollen,
  • die Gesellschaft gemeinschaftlich gestalten wollen,
  • die kreativ sind und andere für ihre Ideen begeistern können,
  • die in einer aktiven Zivilgesellschaft eine notwendige Voraussetzung für Lebensqualität vor Ort sehen und
  • die den Austausch im Neulandgewinner-Netzwerk suchen und aktiv unterstützen wollen.

Sie sollten mit Ihrem Vorhaben

  • eine konkrete gesellschaftliche Problemlage vor Ort praktisch verändern,
  • dabei gemeinwohlorientiert arbeiten,
  • lokal und gesellschaftlich wirken,
  • die Möglichkeit zur Partizipation und Teilhabe anderer schaffen
  • und Vorbild für andere sein wollen.

 

Ihr Projekt sollte 

  • sich sinnvoll in den regionalen Kontext einbetten,
  • eine realistische Perspektive auf Umsetzung haben
  • und die Chance haben, finanziell längerfristig zu bestehen.

 

 Ausschlusskriterien 

  • Das Projekt, mit dem Sie sich bewerben, erfüllt Regelaufgaben im Rahmen Ihrer beruflichen Tätigkeit.
  • Träger des Projekts sind überregionale Organisationen und Verbände, Landkreise und andere übergeordnete Einrichtungen.
  • Das Projekt zielt auf eine wirtschaftliche Betätigung oder den Aufbau einer wirtschaftlichen Infrastruktur.
  • Das Projekt besteht im Wesentlichen aus dem Erwerb, Bau oder Renovierung von Immobilien (Grundstücke, Gebäude).

 


Neulandgewinner Beckmann Foto Stefan KaminskiLukas Beckmann ist Landwirt und Diplomsoziologe und war von 2011 bis 2017 Vorstand der GLS Treuhand e.V. in Bochum. Davor war er Fraktionsgeschäftsführer der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Er ist Gründungsmitglied der Grünen und Mitgründer der Heinrich-Böll-Stiftung. Lukas Beckmann ist Mitglied der Präsidialversammlung des Evangelischen Kirchentages und des Kuratoriums der RAG Stiftung.


osterAnnegret Oster leitet seit 2014 das ZDF-Landesstudio Sachsen-Anhalt in Magdeburg. Davor arbeitete sie im Landesstudio Kiel und berichtete als Reporterin und Auslandskorrespondentin aus Schleswig-Holstein und den skandinavischen Ländern, Grönland und Island. Ihre journalistische Laufbahn begann Annegret Oster in Mainz, wo sie zunächst als Nachrichtenredakteurin und -moderatorin für einen privaten Radiosender arbeitete. 1996 wechselte sie ins ZDF, wo sie u.a. für die heute-Nachrichten und das heute journal aus dem In- und Ausland berichtet.


schubertFranziska Schubert ist seit 2014 Abgeordnete im Sächsischen Landtag (Bündnis 90/Die Grünen). Sie war 2010 Mitbegründerin des “ Bündnis Zukunft Oberlausitz: Zukunftsnetzwerk im ländlichen Raum“ und 2013-2015 Neulandgewinnern der Robert Bosch Stiftung mit dem Projekt „Zukunfts-Projektor - Kreative Visionen und Lösungen für Leerstand in ländlichen Räumen“ Oberlausitz. Franziska Schubert ist studierte Wirtschafts- und Sozialgeographin.


staussClaudia Stauß war 2008 Gründungsmitglied des Vereines Denkmal Kultur Mestlin e.V. und bis 2018 dessen Vorsitzende. Seit 2014 ist sie Gemeindevertreterin in Mestlin. Als Neulandgewinnerin der 2. Runde hat sie „Mestlin – ein Musterdorf auf dem Weg mit der Geschichte in die Zukunft“ über die Grenzen Mecklenburgs hinaus bekannt gemacht. Die gebürtige Dresdnerin ist in Hamburg Bühnenmeisterin geworden und arbeitet seit 2008 freiberuflich für Theater und Festivals.


tetzlaffMichael Tetzlaff leitet seit September 2019 die Abteilung 1 „Demokratie und Engagement“ im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Zuvor hatte er verschiedene Funktionen im Bundesinnenministerium wahrgenommen, u.a. in den Bereichen Zivil- und Katastrophenschutz, Migrationspolitik sowie Staats- und Verfassungsrecht, Europarecht und Völkerrecht. Von 1998 bis 2005 war er Leiter des Leitungstabs des damaligen Bundesinnenministers Schily.


Nikolaus Voss 100 Nikolaus Voss ist seit 2016 Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung Mecklenburg-Vorpommern. Zuvor war er Staatssekretär im Ministerium für Soziales und Gesundheit und bis 2008 Leiter des Büros des Ministerpräsidenten Dr. Harald Ringstorff und Leiter der Abteilung „Koordinierung der Landes- und Bundespolitik“ in der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern. Nikolaus Voss ist studierter Theologe.