Das Thema von Heike Brückner (Quartiershof Dessau) liest sich so: „Vom Partizipateur zum Akteur. Postfossile Raumgestaltung – für eine Planungskultur der Interaktion und des Austauschs.“ Heike Brückner will mit einer besseren Beteiligung an Planungen helfen, dass Projekte im ländlichen Raum mehr Neuland gewinnen können. Und da trifft es sich gut, dass sie selbst professionelle Landschaftsplanerin ist und Erfahrungen als Planerin und als Neulandgewinnerin, also aus beiden Perspektiven gemacht hat. Ihre zentralen Fragen: „Wie kann eine prozessgestaltende Planung, eine einladende Planung, eine Neulandgewinner-Bewegung unterstützen? Wie gelingt es, ein Umfeld zu schaffen, in dem Ideen von Leuten auch etwas werden können – und zwar für Akteure auf allen Ebenen, ,unten’ wie ,oben’, im Kleinen wie im Großen?“

Keine leichte Aufgabe. „Dazu werden wir mit den Neulandgewinnern über ihre Erfahrung mit Planung sprechen, aber auch mit relevanten Experten“, sagt sie. „Mein Ziel ist es, daraus Ableitungen zu treffen für eine veränderte Planungskultur mit all ihren Gesetzen und Regeln, aber auch mit ihrer Förder- und Programmkultur.“ Im Ergebnis sollen dann Steuerungsmöglichkeiten der räumlichen Planung herausgearbeitet werden, die auf Anstiftung, Einbindung, Unterstützung von vielen Akteuren abzielen.

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