Karsten Wittke wird es nicht langweilig. Der Neulandgewinner (Baruther Bank) ist aktiv im Baruther Institut zur Entwicklung des ländlichen Kulturraums, Projektleiter eines BMZ-Projekts zwischen Baruth und Murun in der Mongolei, Winzer, Künstler – und seit 2015 Stadtverordneter. Seine Erfahrung im Parlament will er nun nutzen zur „Erarbeitung eines Neulandgewinner-Leitfadens mit Praxisempfehlungen für die kommunale Politik in ländlichen Regionen“, so der Titel seines Themas.

Der Leitfaden soll verständlich und nachvollziehbar die unterschiedlichen Positionen und Zielsetzungen der Projektaktivitäten darstellen“, sagt Wittke. Im Kern geht es den Politikern stets um zwei Grundfragen: Was bewirkt das Projekt? Wie wirkt das Projekt? Wittke: „Diese Fragen gebe ich an die Neulandgewinner so weiter – mit dem Ziel, das Konzept der Neulandgewinner langfristig und nachhaltig in kommunalen Entscheidungsprozessen verankern zu können.“

Mithilfe von sechs Neulandgewinner-Projekten will er Fragen beackern wie: Was möchte die Zielgruppe vom Projekt wissen? Wie erklärt man offene Prozesse? Wie trifft man den Ton eines Stadtparlamentes? Auf dem Programm stehen der Besuch von Stadtparlamenten und Stadtratssitzungen, persönliche Gespräche mit Bürgermeistern, Ortsvorstehern und Bürgern, „um auf der Basis der Diskussionen den Leitfaden zu prüfen und weiterzuentwickeln“. Denn sonst könnte es ja langweilig werden.

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