Outdoor-Erste-Hilfe

Förderrunde 5: 2021–2023

Egal ob Erdbeben, Überschwemmungen oder andere humanitäre Katastrophen, Christian Gatniejewski packt seine Koffer, um weltweit zu helfen. Seit fast 20 Jahren. Für den Notfallsanitäter sind seine ehrenamtlichen Einsätze als Soforthelfer der Johanniter-Auslandshilfe „selbstverständlich“. Ist er nicht unterwegs, lebt er in der Nähe der Lutherstadt Wittenberg und widmet sich als „Leiter Johanniter-Jugend und Outdoor-Erste-Hilfe“ insbesondere dem Nachwuchs. Er bringt ihnen bei, wie bei einem Notfall zu reagieren ist und wie mit Ressourcen der Natur einfache Verbände hergestellt oder aus Ästen eine Behelfstrage angefertigt werden können. Was ihn antreibt? Schon früh bei Jugendlichen den Samen säen, Verantwortung für sich, für andere und die Natur zu übernehmen. 

 

Um dieses Ziel noch stärker zu verfolgen hat er all seine Erfahrungen in eine neue Idee gegossen: „Ein Bauwagen für das (Über)leben“. Mit dem Projekt will er Jugendlichen zwischen 12 und 20 Jahren zeigen, wie Erste Hilfe Outdoor funktioniert, sie an eine gesunde Ernährung und Lebensweise heranführen und sie mithilfe erlebnispädagogischer Elemente für den Einsatz für andere Menschen und die Umwelt zu begeistern. Damit hofft er, den jungen Menschen auch den Kontakt zur Natur wieder näher zu bringen, den er durch schulischen Druck, Computer und ein städtisches Lebensumfeld immer mehr verloren gehen sieht: „Dabei ist die Natur für das Selbstbewusstsein, die Gesundheit, den Blick auf die Umwelt so wichtig.“  Sobald er einen festen Platz für den Bauwagen in Wittenberg gefunden hat, als Basis und Unterschlupf für seine junge Truppe, kann es losgehen. Dann können bis zu 20 Jugendliche mehrmals in der Woche für vier Stunden am Nachmittag zu ihm aufs Gelände kommen und fürs (Über)Leben lernen.

sueden integration Ostdeutschland Runde 5 2021