Frauen mit Kraft, Sitz und Stimme

Förderrunde 5: 2021–2023

Der Anteil von Frauen in den sächsischen Gemeinde- und Stadträten liegt derzeit im Durchschnitt bei 20,6 Prozent. In acht Gemeinden sind sogar gar keine Frauen vertreten. Andrea Spee-Keller und ihre Mitstreiterinnen von der Initiative „Frauen.Wahl.LOKAL“ wollen das ändern. „Unsere Initiative bietet ein überparteiliches Netzwerk für aktive Frauen aus unterschiedlichen Generationen und Milieus“, sagt Andrea Spee-Keller. Ein Meilenstein sind die sächsischen Landtags-und Kommunalwahlen im Jahr 2024. Mit drei Ansätzen will die Initiative Frauen in der ganzen Oberlausitz ermutigen und ermächtigen, in Kreis- und Stadträten, Sitz und Stimme zu beanspruchen: Ein „Frauen.WAHL.MOBIL“ reist als mobiler Info-Stand zu Märkten und Festen, um für weibliches Engagement zu werben. Workshops vermitteln praktisches Wissen und ein Netzwerk. Ein drittes Element ist das „Frauen.MACHT.Theater“, es lädt mit einem speziellen Konzept zur aktiven Teilnahme ein.

Ein Kernteam erprobt in der Region schon seit zwei Jahren, wie es am besten funktioniert, Frauen zu „empowern“, und durchaus auch männliche Verbündete zu gewinnen. Durch die Aktionen in dieser Zeit ist das Netzwerk auf etwa 200 Frauen gewachsen, was den direkten Zugang in viele Orte ermöglicht. Mit Partnern wie den Gleichstellungsbeauftragten der Region, dem Landesfrauenrat Sachsen und KoLABORacja e.V. Görlitz soll es gelingen, nicht nur bei Akademikerinnen und ohnehin politisch engagierten Frauen erfolgreich zu sein. „Mein Wunsch besteht darin, Frauen und ihre Interessen sichtbarer zu machen. Ich bin mir sicher, dass sich dadurch das Miteinander verbessert und auch ein respektvoller Umgang in der Region möglich wird“, sagt Andrea Spee-Keller.

zusammenhalt Ostdeutschland Runde 5 2021