Gruene Woche 2020 1

Neulandgewinner auf der Grünen Woche 2020

Jeden Tag konnten die Messebesucher zwei der insgesamt 19 Neulandgewinner*innen und ihrer Teams zum Zukunft-Erfinden vor Ort befragen, die den Verein Neuland gewinnen e. V. in diesem Jahr vertraten. An sechs der zehn Tage präsentierten sie sich auch im Bühnenprogramm. Besonders in Erinnerung bleiben davon gewiss die jungen Alphornbläser und die Theatergruppe aus Witzin sowie das Moortheater mit Szenen und Figuren aus „Die Grille und die Ameise“.

Dr. Antje Draheim, Staatssekretärin für Bundesangelegenheiten und Bevollmächtigte des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund hatte besonderes Interesse an den „Bauanleitungen“, mit denen die Neulandgewinner*innen ganz konkret beschreiben, wie ihre Projekte funktionieren. Vielleicht nicht für den genauen Nachbau, aber als Inspiration sind sie für viele Akteure aus Dörfern und kleinen Städten interessant. Frau Draheim ließ sich auch das Bürgerwissenschaftsprojekt „Landinventur“ erklären, das erneut am Gemeinschaftsstand von Thünen-Institut für Regionalentwicklung e. V. und dem Verein Neuland gewinnen zu Gast war.

Das neueste Angebot der Neulandgewinner*innen, die Reisen zu den Werkstätten des guten Lebens, fand sowohl das Interesse potentieller Teilnehmer*innen als auch von Institutionen, die sich mit Bildung im ländlichen Raum beschäftigen. Aus den Interessenten wurden drei ausgelost, die bei den ersten Reisen mitkommen werden. 

Bauanleitungen

Lernreisen  

Ostdeutschland Neuland gewinnen e. V. Verein
werkstätten

Reisen zu den Werkstätten des guten Lebens!

Lust, Neulandgewinner*innen zu treffen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam ins Tun zu kommen? Dann packen Sie Ihre Koffer und kommen Sie mit auf die neuen Lernreisen von Neuland gewinnen e.V..

Erfahren Sie wie demokratisches Bürgerengagement im ländlichen Raum Ostdeutschlands funktioniert, erleben Sie wie aus alten und neuen Dorfbewohner*innen solidarische Gemeinschaften werden oder lernen Sie eine Landwirtschaft kennen, die gut für Mensch und Natur ist. 

Die Reisen bieten Interessierten aus Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung oder NPOs Möglichkeiten zum Lernen, Verstehen und Tätigwerden, u.a. durch

  • Lern-Angebote bei den Expert*innen vor Ort: Methoden der Zusammenarbeit und Impulse für Team-, Organisations- und Dorfentwicklungsprozesse
  • Einblicke in Themen der Dorfentwicklung: Von nachhaltiger Landwirtschaft und Naturschutz, über Umnutzung alter Gebäude oder Energieprojekte bis zu Demokratiebildung im ländlichen Raum.
  • Mit-Mach-Werkstätten: Hochbeete bauen, Kräuter sammeln, siebdrucken, Stempel schnitzen und Urban Farming
  • Kunst und Kultur: Galerie- und Werkstattbesuche, Theateraufführungen, Lesungen, Konzerte und Gespräche über Möglichkeiten, Kunst im ländlichen Raum miteinander und füreinander zu schaffen.


Je nach Wunsch können auf den Lernreisen unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt und verschiedene Regionen in Ostdeutschland bereist werden. Mehr Informationen zu den Lernreisen gibt es hier.

Zu den LernreisenBeispielreise Mecklenburg


 

Ostdeutschland Neuland gewinnen e. V. Verein
regionalknoten

Erster Regionalknoten des Neuland gewinnen e. V. in Stolpe an der Peene eröffnet

Im Beisein von Staatssekretär Heiko Geue (Chef der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern), der die Schirmherrschaft für den Regionalknoten in Stolpe an der Peene und Witzin übernommen hat, eröffnete der Verein Neuland gewinnen e. V. am 5. September 2019 den ersten Regionalknoten.
Im Netzwerkknoten laufen verschiedene Informationen zusammen: wer mit welchen Aktivitäten in welchem Handlungsfeld beschäftigt ist, was dafür gebraucht wird und welche Kapazitäten und Kompetenzen im Netzwerk vorhanden sind. Er soll der stärkeren Vernetzung der einzelnen Aktiven im ländlichen Raum dienen. Über Knotenorte bleiben die Neulandgewinner*innen miteinander in Kontakt und werden als Unterstützer*innen ihrer Nachbarn stärker sichtbar. Denn Sichtbarkeit ist ein wichtiges Anliegen. Frank Götz-Schlingmann, Neulandgewinner und leidenschaftlicher Netzwerker versteht sich als Ansprechpartner für Vertreter von Politik, Zivilgesellschaft und Öffentlichkeit in Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus.
So können von den Regionalknoten aus bürgerschaftliche Projekte im ländlichen Raum sowie Erfahrungs- und Wissensaustausch organisiert bzw. begleitet werden. Jede*r ist eingeladen, vorhandene Ideen zu nutzen oder mit neuen aktiv zu werden, um Menschen für ein respektvolles und nachhaltiges Zusammenleben zu gewinnen.

 


 

Ostdeutschland Neuland gewinnen e. V. Verein
wersinddieostdeutschenheute

Wer sind die Ostdeutschen heute? 

Am 3. Oktober 2019 war Neuland gewinnen e. V. bei Tobias Burdukat im „Dorf der Jugend“ in der Alten Spitzenfabrik in Grimma zu Gast. Die Frage „Wer sind die Ostdeutschen heute?“ beschäftigte die Neulandgewinner*innen, weil nach nunmehr schon 30 Jahren nach der Friedlichen Revolution und der politischen Wende in der DDR die Zuschreibungen im öffentlichen und politischen Diskurs immer noch äußerst präsent sind. Manche fragen sich auch, ob es überhaupt der Konstruktion einer ostdeutschen Identität bedarf und welchem Ziel dies dienen sollte. Im Gespräch waren die Schriftstellerin und Publizistin, Annett Gröschner, die Sprecherin von Bündnis90/Die Grünen im Landkreis Görlitz, Annett Jagiela, sowie der taz-Redakteur Daniel Schulz zu erleben. Seitens des NLG e. V. redeten der Raumpionier aus der Oberlausitz Jan Hufenbach, Mario Ledderhose vom Projekt LANDWANDEL aus Menz und die Künstlerin Nikoline Kruse, Bunte Insel Staßfurt mit. Diese Veranstaltung wurde von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert..  

Zur Aufnahme

 


 

2019 Ostdeutschland Neuland gewinnen e. V. Verein

Neuland gewinnen e.V. wird zwei!  

Ende Oktober 2019, zwei Jahre nach seiner Gründung, hat der Verein Neuland gewinnen e. V. seine strategische Ausrichtung geschärft. Über die Vernetzung und gemeinsame Kompetenzentwicklung für das Zukunft-Gestalten im ländlichen Raum hinaus, ist es das Ziel des Vereins, stabile Strukturen aufzubauen, um den Grundgedanken des Programms Neulandgewinner weitertragen zu können. Der Verein will sich als Träger für Projekte in den Bereichen Zivilgesellschaft, demokratisches Miteinander, demografischer Wandel, Ostdeutschland und ländlicher Raum etablieren.
Der alte/neue Vorstand – mit Jana Ahnert, Franziska Schubert, Babette Scurrell, Claudia Stauß, Andreas Willisch und Marion Zosel-Mohr – bekommt Verstärkung durch die Arbeitsgruppen: Administration/Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen, Lernreisen und digitale Vernetzung.
Die inzwischen 37 Mitglieder nutzten das Treffen auch, um Absprachen für den Auftritt auf der Grünen Woche vom 17. – 26. Januar 2020 zu treffen.