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Klosterakademie Posa (KAP-Posa)

Förderrunde 2: 2015–2017 

Mit seiner Lage über der Stadt Zeitz und den hohen Mauern wirkt das Kloster Posa nicht wie ein Ort, der sich leicht einnehmen lässt. Doch als Thomas Haberkorn und Philipp Baumgarten im Winter 2012 die 20.000 Quadratmeter große Anlage besichtigten, beschlossen sie: wir übernehmen! „Trotz der tristen Winterstimmung hatten wir gleich ein gutes Gefühl“, erinnert sich Thomas Haberkorn. Es dauerte nur ein paar Wochen, passende Mitstreiter zu finden. Auch die Stadt war offen für das vorgelegte Nutzungskonzept. Ende 2013 unterschrieben die neuen Klosterbewohner den Pachtvertrag. 2014 zogen sie ein. 13 Erwachsene bilden heute den Verein Kultur- und Bildungsstätte Kloster Posa. Acht davon leben dort mit ihren Kindern. „Der Renovierungsprozess wird uns noch Jahre begleiten“, sagt Haberkorn. Veranstaltungen finden aber schon seit 2014 statt: Kaffeetrinken, Musikfeste, Kräuterwanderungen für Kinder und Imkerworkshops für Erwachsene. In der Hofküche entstehen Konfitüren und Honig. An den Offenen Sonntagen können sich Gäste über die kulturellen Angebote und Kurse informieren und werden über das Gelände geführt. „Uns ist es wichtig, eng mit der Stadt, den Nachbarn und anderen Akteuren in der Region zusammenzuarbeiten“, sagt Thomas Haberkorn. Der gute Geist, der im Kloster herrscht, lässt das Projekt weiter wachsen: Gerade hat der Verein den angrenzenden Weinberg gekauft. Ein erfahrener Winzer hilft bei der Bewirtschaftung. Für Besucher könnte es deswegen bald auch Klostergeist zum Mitnehmen geben – abgefüllt in Flaschen aus der eigenen Brennerei. Klosterwein kann jetzt schon erworben werden.


 

Kloster Posa Jahresrückblick

Ein Resumé des Jahres 2016 und des Förderzeitraums der Robert-Bosch-Stiftung. Im Rahmen des Programms "Neulandgewinner" konnte sich Kloster Posa als Kultur- und Bildungsstätte etablieren und viele Veranstaltungen und Projekte in die Tat umsetzen.