Zukunft erfinden vor Ort

Neulandgewinner, das sind Menschen, die selbst anpacken, um ihre Heimat zu einem Ort zu machen, an dem sie gerne leben. Menschen, die sich entschieden haben von Zuschauern zu Machern zu werden. Neulandgewinner, das ist eine Bewegung von Menschen, die glauben, das gute Heimat nicht einfach so vom Himmel fällt, oder von der Politik verordnet wird. Menschen, die wissen, dass wir heute neue Wege gehen müssen, um morgen gut miteinander leben zu können. Menschen, die gesellschaftliche Veränderungen als Chance sehen, und nicht als Gefahr. Neulandgewinner, erfinden heute unser Zuhause von morgen. Sie packen die Dinge gemeinsam an – voller Vertrauen, experimentierfreudig, eigensinnig, vielfältig und vor allem eins: Wild entschlossen!


Neulandgewinner auf Youtube


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Machen! 2020 

Machen! Sie mit beim Ideenwettbewerb in den neuen Bundesländern für Projekte, die zusammenbringen. Ein Online Wettbewerb für Projekte, die Lebensqualität stiften und die Demokratie stärken
Jetzt bis 31. Juli 2020 bewerben!

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Flyer zum Wettbewerb


 

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Freiwilligeninitiative »Engagement macht stark!« 

Organisieren Sie eine Aktion – analog oder digital – Ihrer Initiative, die während der Engagementwoche vom 11. bis 20. September 2020 online stattfindet. Diese Veranstaltungen können Sie ab sofort in unseren Engagementkalender eintragen. Außerdem können Sie in unserem Kalender auf sehr einfache Weise gesucht und entdeckt werden und so neue Mitstreiter*innen für Ihr Projekt gewinnen. 
Ab jetzt in den Engagementkalendar eintragen und mitmachen!

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5. Runde Neulandgewinner. 
50 Bewerber*innen sind in der engeren Auswahl

203 Bewerbungen haben wir erhalten, Menschen und Projektideen – vorläufig auf dem Papier – kennengelernt, die uns begeistern. 125 Frauen und 78 Männer, davon 59 aus Brandenburg, 35 aus Mecklenburg-Vorpommern, 58 aus Sachsen (wir hatten das Gefühl alle Engagierten der Lausitz haben sich beworben!), 32 aus Sachsen-Anhalt und 17 aus Thüringen haben sich beworben. Daraus haben wir 50 Bewerber*innen ausgewählt, die wir vor Ort besuchen und näher kennenlernen wollten. Dann kam Covid 19 und wir mussten bereits das erste Gutachtertreffen zu den eingegangen Projektideen per Videokonferenz durchführen. An Vor-Ort-Besuche ist nicht zu denken. Stattdessen steigen wir auf einen virtuellen Prozess um. Während der Newsletter entstand, arbeiteten die Kollegen von stories unlimited an einem online-Tutorial für das Erstellen von Handy-Videos, die die Bewerber*innen für uns drehten. Aus den Vor-Ort-Gesprächen wurden Zoom-Calls. Es ist zwar nicht dasselbe wie eine wirkliche Begegnung, aber wir freuen uns, die Bewerber*innen und ihre Teams und Ideen virtuell näher kennenzulernen.


 


 

 

sachsen kultur
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Was macht eigentlich... Antje Sachs?

Direkt treibt Antje Sachs ihr Projekt aktuell nicht voran, weil sie beruflich und familiär stark belastet ist. Aber es läuft auch selbstgesteuert weiter – und trägt Früchte. Antjes Projektidee war, dafür zu sorgen, dass Menschen für verschiedene schwierige Lebenssituationen von Angeboten erfahren, die unterstützen können. Hierfür hatte Antje in der Gemeinde einen Kreis von 15 Ehrenamtler*innen aufgebaut, die einen Crashkurs zu unterschiedlichsten Lebensfragen besuchten: Was tun, wenn Angehörige an Demenz erkranken? Wo findet man eine Schuldnerberatung in der Region? Wer kümmert sich um psychisch Erkrankte? Wo gibt es Hilfe bei Sucht? Dank des Projekts gibt es nun im Nuthetal eine gut vernetzte Gruppe von Menschen, die bei all diesen Fragen mit Auskünften und Ratschlägen zur Seite stehen. Eine Zeitlang berieten die Ehrenamtler*innen regelmäßig auf dem Markt und in der örtlichen Apotheke. Und nach wie vor sind die ohnehin sehr Aktiven in ihren Netzwerken und in der Gemeinde als Ansprechpartner*innen bekannt. Zudem hat das Projekt dazu beigetragen, die Gemeinde Nuthetal dafür zu sensibilisieren, dass eine älter werdende Bevölkerung Unterstützung braucht. Aktuell baut die Kommune ein Helfer*innen-Netzwerk auf, um Menschen vor Ort nicht nur mit Beratung, sondern auch mit konkreten Hilfeleistungen zu unterstützten „Von Seiten der Gemeinde gibt es großes Interesse, unseren Erfahrungs- und Wissensstand festzuhalten“, stellt Antje Sachs fest. „Ich sehe das sehr positiv, was da gerade aufgebaut wird.“

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sachsen kultur
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203 Bewerber*innen auf landlebtdoch

203 kluge Ideen, die ein Dorf oder eine ganze Region lebenswerter machen können, sind für die Förderung in der 5. Runde Neulandgewinner der Robert Bosch Stiftung eingegangen. Dahinter stehen 203 Menschen, die Verantwortung für eine zukunftsfähige Gesellschaft übernehmen und bei sich vor Ort mit der Veränderung anfangen wollen. Es bräuchte nur #10millionen Euro und alle Projekte könnten umgesetzt werden. Die Debatte über den Osten wäre dann eine andere. Deshalb stellen wir die Menschen und ihre Visionen auf landlebtdoch vor – unabhängig davon, wer am Ende gefördert wird. Denn besonders wichtig ist die Anerkennung der Menschen vor Ort, die Wertschätzung ihrer Kompetenz. Sie kennen die lokalen Bedarfe und Herausforderungen, sie finden adäquate Lösungswege – und die richtigen Partnerschaften. Wenn sie voneinander wissen, können sie Erfahrungen austauschen, gemeinsame Aktionen starten und sich gegenseitig stärken. Viele Zukunft schaffende Projekte findet man auch im Projektkatalog – Sie können Ihre Vorhaben gerne ergänzen!

Zur Kampagne auf Instagram

Zu landlebtdoch.de

Zum Projektkatalog


 

sachsen kultur
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Die Planungen für unser ÜBERLAND Festival der Akteure gehen weiter!

Schon lange träumen wir von diesem Festival und wollen trotz Corona an den Planungen für den 11. bis 13. September festhalten. Unter welchen Bedingungen das Festival stattfinden kann, lässt sich im Augenblick noch nicht vorhersehen. Deswegen planen wir eine digitale Variante gleich mit.Es soll ein Fest für diejenigen Menschen werden, die das Landleben neugestalten – zum Feiern, Austauschen, Werken, Ausprobieren und Vernetzen. Außerdem suchen wir weitere Mitgestalter*innen: Der Kern des Festivals ist ein Open Space Format zu den Themen Lebenswerte Kleinstädte, Zusammenhalt bauen, Land(wirt)schaften zum Leben, Impulsorte und ihre Netzwerke, Offene Landgesellschaft. Wer zu diesen Themen etwas beitragen möchte oder andere Ideen hat – von Praxis-Workshops über Food-Trucks bis zum Musik- und Kulturprogramm hat, kann sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden. Vom 11. bis 13. September 2020 

Weitere Festivalinformationen


 

Ausschreibung Runde 5
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Was macht eigentlich... Renate Strohm?

„Kinder brauchen Tiere, Kinder brauchen Pferde“, ist Renate Strohm nach wie vor überzeugt. Gemeinsam mit dem landerlebnis diemitz e. V. will sie Kindern und Jugendlichen einen Zugang zu Landleben und Hoftieren ermöglichen – auch und gerade, wenn deren Eltern nicht viel Geld mitbringen. Mit der Unterstützung für den Ausbau der Basisinfrastruktur (Küche, Sanitäranlage, Bauwägen) hatte die Bosch-Stiftung 2013-2015 einen ersten entscheidenden Beitrag für den Aufbau dieser Angebote auf dem Hofgelände in Diemitz in der Mecklenburger Seenplatte geleistet. Seitdem hat Renate Strohm viel Energie und Ressourcen in den Ausbau von Ferienwohnungen, Schäferwagen und einer Spielscheune auf ihrem Landwirtschaftsbetrieb gesteckt und ermöglicht damit Kindern wie Erwachsenen von nah und fern erlebnis- und lehrreiche Zeiten. Das Vereinsleben profitiert von dem lebendigen Hof mit Pferden, Eseln, Schafen, Hühnern & Co. Ein Unterstützerkreis hilft z. B. mit Garten-Knowhow, Buchhaltungskünsten, mit Handwerkswissen, Materialien oder einfach Äpfeln für die Pferde. Nach der intensiven baulichen Ausbauphase auf dem Hof gewinnt das Vereinsleben nun wieder an Fahrt. Neue Mitglieder konnten gewonnen werden. Wollverarbeitung, Werkeln in der Holzwerkstatt, ein Pony-Treck im Sommer, das nächste Osterfeuer, viel Zeit mit Pferden und unkonventionelle Begegnungen von Menschen und Tieren – es verspricht spannend zu werden das neue Jahr.

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sachsen kultur
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Rückblick OPEN Neuland Kleine Städte – große Bühne 16.11.2019 in Zeitz

Wir möchten uns bei allen jenen bedanken, die unser OPEN Neuland „Kleine Städte, große Bühne“ am 16.11.2019 in Zeitz so wunderbar mitgestaltet haben. Wir hatten viele, ausgesprochen positive Rückmeldungen und gehen mit dem Wissen um dieses starke Netzwerk mit seinen guten Ideen daran unser FESTIVAL DER AKTEURE vorzubereiten.

Die Dokumentation des OPEN Neuland in Zeitz inklusive der Pecha Kucha-Vorträge, der Stadträume mit Bildern und den Kontakten der Akteure finden Sie in der Online-Dokumentation. Die Texte und Bilder geben einen schönen Einblick in den gemeinsam verbrachten Tag. Viele Spaß beim Lesen und hoffentlich bis bald!

Zur Online Dokumentation

Kloster Posa Kurzfilm zum OPEN Neuland


 

kultur lebensqualitaet 2019 OPEN Neuland
Gruene Woche 2020 1

Neulandgewinner auf der Grünen Woche 2020

Jeden Tag konnten die Messebesucher zwei der insgesamt 19 Neulandgewinner*innen und ihrer Teams zum Zukunft-Erfinden vor Ort befragen, die den Verein Neuland gewinnen e. V. in diesem Jahr vertraten. An sechs der zehn Tage präsentierten sie sich auch im Bühnenprogramm. Besonders in Erinnerung bleiben davon gewiss die jungen Alphornbläser und die Theatergruppe aus Witzin sowie das Moortheater mit Szenen und Figuren aus „Die Grille und die Ameise“.

Großes Interesse gab es an den „Bauanleitungen“, mit denen die Neulandgewinner*innen ganz konkret beschreiben, wie ihre Projekte funktionieren.  

Bauanleitungen

 


 

Ostdeutschland Neuland gewinnen e. V. Verein
werkstätten

Reisen zu den Werkstätten des guten Lebens!

Lust, Neulandgewinner*innen zu treffen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam ins Tun zu kommen? Dann packen Sie Ihre Koffer und kommen Sie mit auf die neuen Lernreisen von Neuland gewinnen e.V..

Erfahren Sie wie demokratisches Bürgerengagement im ländlichen Raum Ostdeutschlands funktioniert, erleben Sie wie aus alten und neuen Dorfbewohner*innen solidarische Gemeinschaften werden oder lernen Sie eine Landwirtschaft kennen, die gut für Mensch und Natur ist. 

Die Reisen bieten Interessierten aus Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung oder NPOs Möglichkeiten zum Lernen, Verstehen und Tätigwerden, u.a. durch

  • Lern-Angebote bei den Expert*innen vor Ort: Methoden der Zusammenarbeit und Impulse für Team-, Organisations- und Dorfentwicklungsprozesse
  • Einblicke in Themen der Dorfentwicklung: Von nachhaltiger Landwirtschaft und Naturschutz, über Umnutzung alter Gebäude oder Energieprojekte bis zu Demokratiebildung im ländlichen Raum.
  • Mit-Mach-Werkstätten: Hochbeete bauen, Kräuter sammeln, siebdrucken, Stempel schnitzen und Urban Farming
  • Kunst und Kultur: Galerie- und Werkstattbesuche, Theateraufführungen, Lesungen, Konzerte und Gespräche über Möglichkeiten, Kunst im ländlichen Raum miteinander und füreinander zu schaffen.


Je nach Wunsch können auf den Lernreisen unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt und verschiedene Regionen in Ostdeutschland bereist werden. Mehr Informationen zu den Lernreisen gibt es hier.

Zu den Lernreisen Beispielreise Mecklenburg


 

Ostdeutschland Neuland gewinnen e. V. Verein
vertrauen

Die ostdeutsche Zivilgesellschaft braucht Vertrauen

Der Fall der Mauer vor 30 Jahren bedeutete auch für die ostdeutsche Zivilgesellschaft einen Neustart. Der Soziologe Andreas Willisch vom Thünen Institut für Regionalentwicklung koordiniert seit 2012 das Programm „Neulandgewinner“ der Robert Bosch Stiftung. Er blickt auf die Entwicklung des bürgerschaftlichen Engagements in Ostdeutschland – und macht, trotz einiger Probleme, Hoffnung für die Zukunft. Das ganze Interview kann auf der Seite der Robert Bosch Stiftung nachgelesen werden. 

Link zum Artikel


 

ludwig

Was macht eigentlich... Tobias Ludwig?

Zumindest vorübergehend ist es ruhiger geworden in der „Kombüse“ im thüringischen Ranis. Neulandgewinner Tobias Ludwig und Mitstreiter Sven Scholz-Starke hatten den Jugendclub mit Hilfe der Förderung ab 2016 als Skate-Treffpunkt ausgebaut und regelmäßige Öffnungszeiten etabliert. Dass es inzwischen ruhiger ist, liegt nicht nur daran, dass Tobias und Sven mit Hausbau und Kindern ausgelastet sind. Mit der Zeit kam leider auch die Erfahrung, dass es schwierig ist, ausreichend verlässliche Mitstreiter*innen für das Projekt zu finden. Ein Kern von fünf Leuten ist dabei. Um aber etwa die „Kombüse“ regelmäßig zu öffnen, fehlt es momentan an Menschen, die die Öffnungszeiten abdecken. „Fürs Skaten interessieren sich vor allem junge Leute“, sagt Tobias Ludwig. „Die sind eher wechselhaft, bekommen irgendwann eine Arbeit, ziehen weg. Da ist es schwer, etwas Konstantes aufzubauen.“ Die neue Skaterampe und Skatefläche auf dem Gelände der Landesgartenschau, ebenfalls im Rahmen der Förderung gebaut, werden aber weiterhin gut genutzt. Aber es geht auch in der „Kombüse“ weiter: Ein Minimalprogramm soll auch in den nächsten Monaten geben. Im Januar und Februar sind ein Didgeridoo-Workshop und eine Elektrobeats-Session geplant und im Sommer 2020 gemeinsame Veranstaltungen, so dass parallel zu Lesungen und Konzerten wieder ausgiebig geskatet wird.

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sachsen kultur
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Wer sind die Ostdeutschen heute? 

Am 3. Oktober 2019 war Neuland gewinnen e. V. bei Tobias Burdukat im „Dorf der Jugend“ in der Alten Spitzenfabrik in Grimma zu Gast. Die Frage „Wer sind die Ostdeutschen heute?“ beschäftigte die Neulandgewinner*innen, weil nach nunmehr schon 30 Jahren nach der Friedlichen Revolution und der politischen Wende in der DDR die Zuschreibungen im öffentlichen und politischen Diskurs immer noch äußerst präsent sind. Manche fragen sich auch, ob es überhaupt der Konstruktion einer ostdeutschen Identität bedarf und welchem Ziel dies dienen sollte. Im Gespräch waren die Schriftstellerin und Publizistin, Annett Gröschner, die Sprecherin von Bündnis90/Die Grünen im Landkreis Görlitz, Annett Jagiela, sowie der taz-Redakteur Daniel Schulz zu erleben. Seitens des NLG e. V. redeten der Raumpionier aus der Oberlausitz Jan Hufenbach, Mario Ledderhose vom Projekt LANDWANDEL aus Menz und die Künstlerin Nikoline Kruse, Bunte Insel Staßfurt mit. Diese Veranstaltung wurde von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert..  

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2019 Ostdeutschland Neuland gewinnen e. V. Verein
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Was macht eigentlich... Anne Hartmann?

In der ersten Förderrunde hatte Anne ein Unterrichtsmodul für Schüler entwickelt, in dem die Jugendlichen mögliche Lebensentwürfe im Oderbruch kennenlernen. Heute ist das ein wichtiger Teil der Bildungsarbeit im Oderbruch Museum Altranft. „Landschaftliche Bildung, Transfer und Öffentlichkeitsarbeit“ heißt Annes Arbeitsbereich und schließt die Zusammenarbeit mit drei Schulen ein, Tendenz steigend. Annes Tochter ist inzwischen fast drei Jahre alt und erlebt oft, worum es beim Leben und Arbeiten im Oderbruch so gehen kann: wenn das Jahresthema 2019 „Baukultur“ zum Lernen aufbereitet wird, wenn mit einem kleinen Verein am 31. August wieder ein Liederfest mit Liedern über das Oderbruch organisiert wird oder wenn in der Museumssaison zwischen Ostern und Advent Jugendliche an den Ausstellungen im Altranfter Museum mitwirken, die die Landschaft als Wohn-, Arbeits- und Lernort, als Herausforderung und Chance für die gemeinsame Gestaltung eines gelingenden Lebens vor aller Augen entsteht. Wenn Ihr Anne besuchen wollt: https://oderbruchmuseum.de/museum/kontakt.html

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sachsen kultur
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Kultur in ländlichen Räumen - Empfehlungen vom TRAFO-Ideenkongress

Viele Neulandgewinner haben im vergangenen September am TRAFO-Ideenkongress teilgenommen. Ihre Ideen und Erfahrungen sind neben denen vieler anderer Kulturakteure im ländlichen Raum in die Empfehlungen eingegangen, die das Team des TRAFO-Programms der Kulturstiftung des Bundes jetzt veröffentlicht hat.

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brandenburg kultur lebensqualitaet integration 2019
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Was macht eigentlich... Danilo Kuscher?

Anett Felgenhauer („Sichtbar Weißwasser") hat ihn gefragt, was seit der Förderung durch das Programm Neulandgewinner passiert ist. „Mit Hilfe der Förderung konnten wir Kultur- und Bildungsangebote, Veranstaltungen und Familienfeste etablieren, eine enorme Reichweite erzielen und somit überregionale Wahrnehmung erreichen“, sagt Danilo Kuscher über das soziokulturelle Zentrum. „Nach wie vor passiert alles im Ehrenamt“, erzählt er. Veranstaltungen können nicht in gewünschter Anzahl durchgeführt werden. Leider fehlt es an jeglicher Unterstützung seitens der Stadt Görlitz. Die Enthusiasten des Kühlhauses schauen trotzdem nach vorne, arbeiten an neuen Konzepten, etwa Arbeits- und Lebensräume für Kreative zu schaffen. Neue Gesichter sind herzlich willkommen! Der Eigentümer des Geländes unterstützt die „Kühlhäusler“ dabei und hat eine angrenzende Brache erworben. „Diese wirtschaftliche Komponente ist sicher nicht ganz risikofrei“, sagt Danilo Kuscher, „aber sie bedeutet für die Macher im besten Falle einen festen Arbeitsplatz und kann somit den Fortbestand der kulturellen Angebote langfristig sichern."

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sachsen kultur
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Normalität statt Gentrifizierung

Es erzeugte Aufmerksamkeit, von einer Hipsterisierung, Yuppifizierung oder Gentrifizierung brandenburgischer Dörfer zu sprechen, geben wir es zu! Etwa 110 Gäste kamen am 25. Februar nach Berlin Kreuzberg, um das zu diskutieren, organisiert von Stadt, Land, Work - Berlin & Brandenburg. Vor dem Hintergrund medialer Berichterstattung erzählten Grit Körmer, LEADER Regionalmanagerin und Mitinitiatorin von Dorfbewegung Brandenburg e.V., Jan Lindenberg, Neulandgewinner und Vorsitzender von Dorfmitte Productions, Annette Ochs, Mitbegründerin des Uckermark Festivals und aktiv bei Happy Locals sowie Carolin Schönwald von der Bürgerbühne Buckow und Initiatorin von Hierzulande von ihren Erfahrungen in Gerswalde, Buckow und anderen Orten. Und das klang eher normal, nach Kaffee, Kuchen sowie Alltag - und nur an einzelnen sonnigen Wochenenden summierten sich mal die Berliner*innen.
Aber die Unterscheidung zwischen "Einheimischen" und "Zugezogenen", wer sich anpassen sollte und wer über wen oder für wen spricht, zog sich auch durch die Diskussion. Die Praktiker*innen auf der Bühne wünschten sich von und für die Umzugswilligen im Publikum mehr Mietraum auf dem Land, eine Auseinandersetzung mit der Ortsgeschichte, Zuzug auch in Kleinstädte, Neugierde und Zeit zum Einleben sowie starke Allianzen der Netzwerke untereinander, dann spiele auch die Sässigkeit beziehungsweise die Herkunft keine so wichtige Rolle mehr.

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brandenburg kultur lebensqualitaet integration 2019
Wittke

Was macht eigentlich... Karsten Wittke?

Kurz gesagt: Er fährt ganz oft in die Mongolei und hilft mit, die Welt zu bewahren! Karsten ist Koordinator für kommunale Entwicklungspolitik der Stadt Baruth/Mark geworden. Nach ersten ehrenamtlichen Anstrengungen ist er nun seit über einem Jahr beruflich gemeinsam mit der Partnerstadt Murun in der Mongolei mit der Umsetzung der 17 Entwicklungsziele für global nachhaltige Kommunen beschäftigt. Dieser Tage fliegt er wieder los, um an der Einweihung eines kommunalen Weiterbildungszentrums für Nachhaltigkeit, Ökologie und Handwerk teilzunehmen und die 2. Internationale Muruner Wasserkonferenz zum Jahresende vorzubereiten. Dank Karstens Arbeit hat die Stadtverordnetenversammlung von Baruth beschlossen, der Musterresolution „2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten” beizutreten. Als Vorsitzender des deutsch-mongolischen Partnerschaftsvereins Khuvsgul Club Germany e. V. macht er, was er von den Neulandgewinnern kennt: kurz- und langfristige Ziele in der Balance halten, Mitstreiter gewinnen und, wenn es um die Vermeidung von Müll geht, gleich mal die Regionalisierung

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sachsen kultur
Anja

Die Kuhflüsterin in der Redezeit des WDR

Nach der Intelligenz der Kühe gefragt, kam Anja Hradetzky in der Sendung "Neugier genügt - Redezeit" des WDR 5 ins Straucheln. Der Moderator wollte es aber auch ganz genau wissen. Die Neulandgewinnerin vom Öko-Hof "Stolze Kuh" im brandenburgischen Stolzenhagen erzählt im Beitrag über die Ruhe, die Kühe ausstrahlen, ihr Körpergewicht und ihre Signale. Anja Hradetzky hat den gewaltfreien Umgang mit Kühen unter anderem in Kanada erlernt und gibt ihr Wissen in Kursen zu Stockmanship weiter. Hört selbst nach!

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Bellevue

Bundespräsident empfing Neulandgewinner*innen

Im Terminkalender des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier stand für den 22. Januar ein Gespräch zu Projekten in ländlichen Räumen mit Teilnehmer*innen des Programms "Neulandgewinner" der Robert Bosch Stiftung! An dem Empfang im Schloss Bellevue nahmen rund 30 Neulandgewinner*innen aus allen Förderrunden teil. Sie erzählten an Thementischen aus ihren Projekten. „Wir sollten die Situation in ländlichen Regionen, die manche als abgehängt bezeichnen, nicht als schicksalhaft begreifen“, sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, „denn es gibt diese Engagierten, die anpacken und Veränderung schaffen - so wie die Neulandgewinner das tun." Anerkennung wem Anerkennung gebührt!


 

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Vierte Runde Neulandgewinner offiziell gestartet!

Zwanzig überzeugende Initiativen aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hat die Robert Bosch Stiftung GmbH am 22.1.2019 in die vierte Runde ihres erfolgreichen Förderprogramms „Neulandgewinner. Zukunft erfinden vor Ort“ aufgenommen. Die Macher*innen erhalten in den kommenden zwei Jahren individuelle Schulungen, werden von Mentor*innen begleitet und mit insgesamt bis zu einer Million Euro finanziell unterstützt. Mit einer feierlichen Veranstaltung in der Berliner Repräsentanz der Stiftung begrüßten wir die neuen Neulandgewinner*innen und würdigten das Engagement der Projekte der dritten Förderrunde.

Weitere Informationen


 

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Neulandgewinner*innen auf der Grünen Woche

Die internationale Grüne Woche fand vom 18. bis 27. Januar 2019 in Berlin statt und zwar erstmals mit einem Pavillon der Neulandgewinner*innen! Dieser befand sich in der Halle "Ländliche Räume" des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Täglich standen Neulandgewinner*innen zum Gespräch zur Verfügung und damit Engagierte, die die Zukunft des ländlichen Raumes in ihren Dörfern und Kleinstädten in Ostdeutschland selbst gestalten. Sie berichteten über ihre Projekte, gaben Hinweise auf weitere Initiativen und stellten Kontakte her. Darüber hinaus baten zahlreiche Aktionen und Gäste Möglichkeiten des Mittuns und Lernens!

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BBE

Broschüre über Fördermöglichkeiten

Bei Projektvorhaben in ländlichen Räumen können eine Vielzahl von Förderprogrammen unterstützen. Nun stellt das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) in einer neuen Broschüre "Gutes gedeihen lassen. Mit Fördermitteln demokratische Kultur und Engagement in ländlichen Räumen stärken" anhand anschaulicher Praxisbeispiele verschiedene Fördermöglichkeiten im Themendreieck Demokratiestärkung, Engagement und Ländliche Entwicklung vor. Auch gedruckte Exemplare dieser großartigen Zusammenfassung sind erhältlich, so lange der Vorrat reicht...

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brandenburg anhalt sachsen zusammenhalt kultur
Thomas klein

Was macht eigentlich Thomas Winkelkotte?

Thomas Winkelkotte weiß, dass es nicht immer beim ersten Versuch klappen muss. 2013 hat er als Neulandgewinner der ersten Runde eine gemeinnützige Mobilitätssicherung im Landkreis Märkisch-Oderland initiiert. Er wollte dem mangelnden Nahverkehr durch eine sichere Form des Trampens begegnen, mit Registrierung von Fahrer*innen und Tramper*innen. Heute sieht er sein Projekt als gescheitert, „alle hatten die Kleber im Auto, aber keiner wollte sich an die Straße stellen", erzählt er. Nun ist er Fahrer von Otto, dem Begegnungsbus von Neulandgewinner Fabian Brauns. Winkelkotte ermöglicht damit beispielsweise geflüchteten Menschen aus vier Heimen um Buckow, an Demonstrationen teilzunehmen oder spezielle Lebensmittel in Berlin einzukaufen.

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Civil Society Toolbox - Hilfe zur Selbsthilfe für Engagierte

Der Werkzeugkasten bietet Instrumente für zivilgesellschaftliche Akteur*innen, Initiativen und  Organisationen, um an Themen wie Fundraising, Wissenstransfer, Strategieentwicklung und Entscheidungsprozessen zu arbeiten. Das Do-It-Yourself Toolkit beinhaltet Methoden, Workshopdesigns, Arbeitsblätter und Konzeptpapiere. Spielerisch können die verschiedenen Formate mithilfe von Figuren, Karten und Postern selbst moderiert und organisiert werden. Diese unterstützenden Werkzeuge stehen online oder zum Herunterladen zur Verfügung! Sie wurden von zivilgesellschaftlichen Akteur*innen über einen Zeitraum von zwei Jahren entwickelt und sind jetzt offen zugänglich.

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Debatte

Debatte „Wer ist das Volk, heute?“

Am Tag der Deutschen Einheit kamen zahlreiche Gäste nach Menz, um mit der Migrationsforscherin Naika Foroutan ostdeutsche Selbstverständnisse zu diskutieren. Eingeladen hatte Neuland gewinnen e. V. sowie Mario Ledderhose mit der HEIMATschule Menz. Die Politologin Foroutan von der Humboldt-Universität Berlin stellte eingangs dankenswerterweise ein Forschungsprojekt über Stereotype vor. Ihre Hypothese: Die Diskriminierung von Ostdeutschen ähnelt inhaltlich der von muslimischen Migrant*innen. Die Gäste, Naika Foroutan, Daniel Schulz von der taz und Andreas Willisch vom Thünen-Institut für Regionalentwicklung brachten eigene Erfahrungen ein und fragten, wer mit „ostdeutsch“ gemeint ist: DDR-Bürger*innen, Menschen, die sich gegenwärtig in Ostdeutschland engagieren oder jene, die dort geboren sind? Und bedarf es überhaupt der Konstruktion einer ostdeutschen Identität, um mehr Gleichheit zu erreichen? Viel wichtiger als die Frage, woher wir kommen, schien am Ende die Frage, wohin wir (gesellschaftlich) wollen.

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BBE

Neues Onlineportal zu Engagement und Demokratiestärkung im ländlichen Raum

Gemeinsam mit der Amadeu Antonio Stiftung startet das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement ein neues Onlineportal zu Engagement und Demokratiestärkung im ländlichen Raum! Dort werden gute Praxisbeispiele – von kleinen Aktionen bis zu mittelfristigen Förderprojekten gesammelt. Auch die Schattenseiten werden beleuchtet: Welche demokratiefeindlichen Gruppierungen gibt es in ländlichen Räumen und was können wir ihnen gemeinsam etwas entgegensetzen?  Schaut vorbei! 

www.laendlicher-raum.info/


 

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